Mittwoch, 26. März 2014

Voll auf den Hund gekommen

bin ich in den letzten Monaten. Hier seht ihr den Grund dafür, daß mein Blog so lange brach lag: Anka, unser kleines Bouvier des Flandres-Hundemädchen



Seit November ist sie unser neues Familienmitglied. Und ich verbrachte (und verbringe) viel von meiner freien Zeit als "Löwenbändigerin" und habe nur noch sehr wenig Seife gesiedet. Nun es kann ja auch nicht schaden, ein wenig von den angesammelten Vorräten zu leben :-)

Aber als eingefleischte Siederin findet man doch immer einen Grund, um neue Seifen zu sieden, und ja, auch Hundi braucht selbstverständlich ihr eigenes Waschstück:


In Anlehnung an ein Rezept von Leanne Chevallier enthält die Seife je 30% Kokos- und Olivenöl, 25% Palmöl, je 5% Neem-, Hanf- und Rizinusöl und ist mit 6% überfettet. Die Duftmischung habe ich aus dem Buch übernommen, sie besteht aus den ÄÖ Zeder, Litsea, Teebaum und Eukalyptus und soll vorbeugend gegen Ungeziefer jeglicher Art wirken. 
Insgesamt bin ich von dem Geruch der Seife positiv überrascht, sie riecht zwar etwas medizinisch, aber der befürchtete "Neem-Stinker" ist es nicht geworden.

Freitag, 25. Oktober 2013

Wunderschöne Seifen...

...habe ich diese Woche von der lieben Pünktchen  im Tausch gegen einige Sachen von mir geschickt bekommen. Die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:


Eine "Farbenfroh", ein Ghassoul-Engel, und, neben ihrer musikalischen Verpackung liegend, eine "Pepperminta". Die musste ich natürlich sofort zum Anschauen auspacken, sie duftet herrlich frisch...und verlangt dringend nach Ausprobieren.
Danke Pünktchen, ich hab mich sehr gefreut!



Mittwoch, 16. Oktober 2013

Aus alt mach neu- Winterseife aufgearbeitet in Rahmentechnik

Im Moment widme ich mich verstärkt meiner Restekiste, ich mag einfach nichts wegwerfen. Darin befanden sich bis vor einigen Tagen noch einige Stücke einer sehr unansehnlichen, verzogenen und stark mit Sodaasche behafteten Seife,  für die ich bisher keine richtig gute Idee hatte, wie ich sie umgestalten könnte. Bis ich auf den Gedanken kam, daß die "Rahmenseifen"-Technik, die Sonja kürzlich im Seifentreff-Forum zeigte, doch auch super für eine Aufarbeitung zu nutzen wäre:



In der Mitte habe ich dieses Mal mit Glitter-Mica gestempelt. Die ehemals Ungeliebte besteht aus einem "gepimpten" Grundrezept, also Rapsöl, Oliveöl, Palmöl und Kokosöl zu je 20%, Mandelöl 10%, 7% Sheabutter und 3% Rizinusöl. Beduftet ist sie mit Carena, für mich ein winterlicher Duft.

Während ich auf die einzelnen Rahmenschichten wartete, habe ich mir mit ein paar Förmchenseifen die Zeit vertrieben:



Und hier noch das Rezept für den Rahmen und die Förmchenseifen: je 28% Distel HO, Kokos und Rindertalg, 12% Sojaöl und 4% Rizinusöl. Es läßt sich sehr schön verarbeiten, wird relativ schnell fest und gibt eine ganz tolle seidig-glatte Haptik.


Dienstag, 8. Oktober 2013

Anti-Erkältungs-Drachen, neu frisiert

Vorletzte Woche habe ich eine Seife gesiedet, die ich mit einer sogenannten "4-Diebe"-ÄÖ-Mischung beduftet habe. Hände waschen ist ja während der nun folgenden Erkältungszeit die beste Vorbeugung, daher habe ich das Rezept extra mit sehr pflegenden Ölen gestaltet und die Beduftung soll als zusätzlicher "Bakterienkiller" fungieren.

Da ich nicht so viel von den wertvollen ÄÖ verbrauchen wollte, hatte ich meinen Seifenleim dieses Mal als OHP verarbeitet, das Topping habe ich gleich hinterher als CP draufgesetzt. Leider war es mir total mißlungen, sehr grob und bröselig:


Also weg damit und fix ein neues Topping drauf! So sehen die Seifen jetzt aus (inzwischen ordentlich nachgedunkelt):



Und so habe ich es gemacht:
1. Die Oberkante gründlich auf eine Muskatreibe gedrückt, damit sie "Grip" bekommt, zusätzlich habe ich noch ein paar Mal mit einer Stecknadel hineingestochen.
2. Die Seifenstücke in einer Blockform ganz eng zusammengestellt, am Rand der Blockform habe ich Markierungen gemacht, damit ich weiß, wo die Stücke anfangen und aufhören :-)
3. Oberfläche fein und gründlich mit kaltem Wasser eingesprüht (Wäschesprüher)
4. Eine neue CP vorbereitet und mit etwas TiO und Pflanzenkohle gefärbt
5. Seifenleime mit Schlagsahnekonsistenz mit einem sehr kleinen Löffel abwechselnd mit Fingerspitzengefühl aufgetragen, damit nichts zwischen die Seiten gerät.
6. Nach dem Festwerden die Seifenstücke vorsichtig mit einem spitzen Messer getrennt. Einen Tag später die Übergänge mit dem Hobel glätten und fertig ist die neue Optik!

Es hält wirklich bombenfest!

Und hier noch das Rezept für die Seife inklusive 4-Diebe-Mischung:
50% Olivenöl
25% Kokosöl
20% Sheabutter
5% Rizinusöl
ÜF: 8%

"Vier-Diebe-Öl-Mischung" (übernommen aus einem Rezept von Soaping 101):
34% Nelkenblütenöl
30% Zitronenöl
16% Eukalyptusöl
8% Rosmarinöl
davon hatte ich 16g auf 400g GFM








Freitag, 27. September 2013

Kartoffelbrei? Experimente mit KOH

Nein, Kartoffelbrei ist das nicht auf dem Foto. Diese Woche habe ich mich an meine ersten KOH-Verseifungen gewagt und davon möchte ich euch berichten.

Ich hatte als Grundrezept:
je 33% Kokos und Sojaöl
32 % Leinöl (ja, die Seife ist zum alsbaldigen Verbrauch gedacht)
3% Bienenwachs

Wasseranteil: 45% der GFM
ÜF: 9%

Die Variante vom Donnerstag sollte eine Seife mit Weißeleffekt für meinen Holzfußboden werden.
Ich habe alles ganz normal vorbereitet und machte mich, gemäß den Beschreibungen, die man über KOH-Verseifung überall so lesen kann, auf langes Pürieren gefaßt. Das war die erste Überraschung: der Seifenleim dickte innerhalb von 1 1/2 Minuten an! 
Na prima, also alles ab ins leise vor sich hin köchelnde Wasserbad. Der Leim neigte zur Trennung, ließ sich aber durch beharrliches Rühren davon abbringen. Er wurde immer dicker und bildete schließlich Elefantenhaut, wurde leicht bröselig. Ich machte einen Küßchentest, siehe da: es war bereits alles bizzelfrei verseift.
Aber was war nun mit dem Vaselinestadium, das sollte doch auch noch kommen? Ich hatte das Bild einer durchsichtig schimmernden Seifenpaste im Hinterkopf, und vor mir befand sich nun diese opake Masse:





Wiederholte Erwärmung in der Microwelle und auch direkt auf dem Herd brachte nichts, die Seife wurde vielmehr durch die Wasserreduktion immer härter und kompakter, der Pürierstab hat sich glatt festgefahren:




Zu guter Letzt war auch noch das Titandioxid für die weiße Farbe unterzubringen...nur mit Wasserzugabe war es möglich, die Seife wieder verarbeitbar zu machen. Ergebnis: eine flüssige Holzbodenseife in der Flasche.






Mich interessierte ja nun, warum meine KOH-Verseifung sich so von den Beschreibungen von anderen unterschied, also habe ich das Experiment mit der halben Rezeptmenge heute gleich nochmal wiederholt. Und wieder hing, ohne großartigen Pürierstab-Einsatz und ein paar Runden in der Mikrowelle nach nicht ganz einer 3/4 Stunde die Seife fertig am Löffel:




Diesmal habe ich einen Deckel genommen und auch viel wärmer gearbeitet, mit 50% Flüssigkeit. Hat nichts geändert. Es muß am Rezept liegen, ich habe das Bienenwachs im Verdacht für diese enorme Festigkeit. Die Seife hatte diesmal zwar ein Vaselinestadium, wurde aber beim Abkühlen schlagartig fest. Also mußte wieder verdünnt werden, damit etwas damit anzufangen war:







Das Ergebnis war demnach wieder nicht die gewollte Seifenpaste, dafür aber eine Art Seifenbuttercreme, mit African Tea und Mandelbisquit beduftet. Ich habe sie mit 10% Glycerinzugabe und 1% Vitamin E für zusätzliche Pflege und Stabiltiät "getunt" und ganz luftig-fluffig aufgeschlagen für eine schöne, kuschelige Pflegedusche:





Die Linolsäure aus dem Leinöl pflegt die Haut ganz zart und der geringe Anteil an Bienenwachs hinterläßt eine hauchdünne, vor Austrocknung schützende Schicht auf der Haut. Nun muß sie nur noch stabil bleiben...
Und eine richtige, silbrig-durchsichtig glänzende Seifenpaste mache ich auch nochmal irgendwann ;-)

Mittwoch, 25. September 2013

Schöner putzen- die grüne Minna

Im Laufe der Zeit sammelt sich ja im Seifensieder-Haushalt so einiges an Resten an. Viele Abschnitte und Hobelspäne, die beim Aufhübschen meiner Seifen so anfielen, aber auch das eine oder andere verunglückte Exemplar wurden nach und nach in einen Pappkarton im Keller geworfen, und der quoll nun so langsam über. Also habe ich mir kurzerhand eine gute Anleitung für Putzseife zu Gemüte geführt und das Gematsche nahm seinen Lauf... ich habe es nämlich fertig bekommen, beim Abschöpfen und Umfüllen der Seife nach den Aussalzvorgängen überall in meiner Küche gleichmäßig Seife zu verteilen. Die Generalprobe hat sie also schon hinter sich. Und sie tut, was sie soll: einwand- und vor allem streifenfrei putzen. Gestatten, meine grüne Minna:




Einen Teil der Seifen habe ich mit grüner Lebensmittelfarbe zart eingefärbt, sie duften zitronig-frisch nach Litsea cubeba-Öl. Nächstes Mal bekommen aber alle etwas von der Farbe ab, das gefällt mir besser als dieses triste "Putzseifengrau", das die nicht eingefärbten Stücke haben (oben rechts das Stück). Irgendwie muß man sich ja zum Putzen motivieren ;-)
Und der Arbeitsaufwand war gar nicht so schlimm wie befürchtet.

Mittwoch, 18. September 2013

Rice Flower- Reisseife

Angeregt durch das Beispiel einer guten Freundin aus dem Seifentreff-Forum kam mir gestern der Gedanke, es doch auch einmal mit einer Reisseife zu versuchen. Kurzerhand hab ich Sohnemann mit einer Portion Milchreis beglückt und mir gedacht, daß ich ja auch gleich bei der Gelegenheit mal einen neuen Swirl ausprobieren könnte...
Leider hat mir der Duft "Rice flower" einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht, nachdem ich ihn bereits einmal probiert hatte und mir da der Seifenleim schön lange flüssig blieb, dachte ich, daß auch dieses Mal nichts passiert. Dachte ich auch nur. Innerhalb weniger Sekunden hatte ich nämlich griesigen Seifenpamps, der sich durch den Rührbecher hindurch kuschlig warm anfühlte- sozusagen das Märchen vom süßen Reisbrei.
Der geplante Swirl war illusorisch, aber immerhin ein Topping ließ sich die Seife noch gefallen:


Aufgeschnitten und gestempelt:



Das Rezept: 25% Kokos, je 20% Palm (Rapunzel "Palmo"), Distel HO und Reiskeimöl, 10% Kakaobutter und 5% Rizinusöl. Die Lauge habe ich 1:1 angesetzt, zur Fettmischung habe ich dann die Milchreis-Milch auf 30% Flüssigkeitsanteil ergänzt. Ein bißchen Seide habe ich auch noch in der Lauge aufgelöst.

Der geplante Swirl folgt dann in Kürze...:-)