In der letzten Zeit sind einige Seifen bei mir entstanden, mit denen ich mit dem Fotografieren ein bißchen im Rückstand bin, ich werde sie nach und nach, so wie ich dazu komme, hier zeigen.
Den Anfang macht eine Bananen-Macadamia-Seife, die ich Mitte Mai gesiedet habe. Mit meinen Rezepten versuche ich immer, den Spagat zwischen Schaum und Pflege zu schaffen, und mit dieser Seife hier bin ich in der Hinsicht ganz zufrieden. Sie schäumt sehr reichhaltig und cremig, und die Haut fühlt sich weich und gepflegt an. Und ich liebe diese kleinen Bananenpünktchen!
Die Zusammensetzung: eine kleine Banane, Macadamia, Olive und Kokos zu gleichen Teilen, abgerundet mit etwas Kakaobutter und Rizinusöl und etwas Mascarpone. Die dunkle Seite meiner stilisierten Banane ist mit etwas Pafümöl Vanilla Wood versetzt, der helle Teil ist ohne Parfüm duftet einfach nur ganz zart bananig.
Donnerstag, 3. Juli 2014
Donnerstag, 12. Juni 2014
Blattgold
Vorgestern war bei mir mal wieder eine Lorbeerseife dran, sie müssen ja lange reifen und mein Vorrat geht zur Neige. Dasselbe Rezept wie letztes Mal (65% Olive, 20% Lorbeer, 12% Babassu und 3% Rizinusöl), aber diesmal schlicht anstatt marmoriert:
Für die "Blattgold"-Optik habe ich einfach ein paar Lorbeerblätter auf den gerade eingefüllten Seifenleim gelegt und vorsichtig angedrückt. Diese habe ich nach dem Ausformen wieder entfernt und die entstandenen Abdrücke mit etwas Gold-Mica bestäubt.
Der vorsorglich gegen die Sodaasche aufgesprühte Alkohol hat diesmal zu diesen merkwürdigen dunklen Punkten und Unebenheiten auf der Seife geführt. Und wie es sich für eine richtige Lorbeerseife gehört, gab es auch ein paar abgesplitterte Stellen beim Schneiden. Aber egal, ich bin trotzdem ganz zufrieden mit ihr!
Der vorsorglich gegen die Sodaasche aufgesprühte Alkohol hat diesmal zu diesen merkwürdigen dunklen Punkten und Unebenheiten auf der Seife geführt. Und wie es sich für eine richtige Lorbeerseife gehört, gab es auch ein paar abgesplitterte Stellen beim Schneiden. Aber egal, ich bin trotzdem ganz zufrieden mit ihr!
Donnerstag, 5. Juni 2014
Aloeseife
Gerade war ich beim Seifen-Einpacken, da ist mir eingefallen, daß ich diese Seifen hier noch gar nicht abgelichtet hatte. Und so ist die letzte noch schnell vom "Ankleidetisch" in die erste Reihe aufs Foto gehüpft.
Aufsehenerregend ist hier aber nicht die Optik (eine OHP halt), sondern vielmehr das Rezept:
eine 72er Olive mit 20% Babassu, 5% Shea und 3% Rizi mit 5% Zucker in der Lauge, nach der Verseifung angereichert mit gaaanz viel Aloe vera-Gel und Ziegenfrischkäse. Beduftet mit "Green Tea".
Sie schäumt sensationell und ist trotzdem lieb zu strapazierter Sommerhaut- schon jetzt eines meiner Lieblingsrezepte!
Aufsehenerregend ist hier aber nicht die Optik (eine OHP halt), sondern vielmehr das Rezept:
eine 72er Olive mit 20% Babassu, 5% Shea und 3% Rizi mit 5% Zucker in der Lauge, nach der Verseifung angereichert mit gaaanz viel Aloe vera-Gel und Ziegenfrischkäse. Beduftet mit "Green Tea".
Sie schäumt sensationell und ist trotzdem lieb zu strapazierter Sommerhaut- schon jetzt eines meiner Lieblingsrezepte!
Mittwoch, 26. März 2014
Voll auf den Hund gekommen
bin ich in den letzten Monaten. Hier seht ihr den Grund dafür, daß mein Blog so lange brach lag: Anka, unser kleines Bouvier des Flandres-Hundemädchen
Seit November ist sie unser neues Familienmitglied. Und ich verbrachte (und verbringe) viel von meiner freien Zeit als "Löwenbändigerin" und habe nur noch sehr wenig Seife gesiedet. Nun es kann ja auch nicht schaden, ein wenig von den angesammelten Vorräten zu leben :-)
Aber als eingefleischte Siederin findet man doch immer einen Grund, um neue Seifen zu sieden, und ja, auch Hundi braucht selbstverständlich ihr eigenes Waschstück:
Aber als eingefleischte Siederin findet man doch immer einen Grund, um neue Seifen zu sieden, und ja, auch Hundi braucht selbstverständlich ihr eigenes Waschstück:
In Anlehnung an ein Rezept von Leanne Chevallier enthält die Seife je 30% Kokos- und Olivenöl, 25% Palmöl, je 5% Neem-, Hanf- und Rizinusöl und ist mit 6% überfettet. Die Duftmischung habe ich aus dem Buch übernommen, sie besteht aus den ÄÖ Zeder, Litsea, Teebaum und Eukalyptus und soll vorbeugend gegen Ungeziefer jeglicher Art wirken.
Insgesamt bin ich von dem Geruch der Seife positiv überrascht, sie riecht zwar etwas medizinisch, aber der befürchtete "Neem-Stinker" ist es nicht geworden.
Freitag, 25. Oktober 2013
Wunderschöne Seifen...
...habe ich diese Woche von der lieben Pünktchen im Tausch gegen einige Sachen von mir geschickt bekommen. Die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:
Eine "Farbenfroh", ein Ghassoul-Engel, und, neben ihrer musikalischen Verpackung liegend, eine "Pepperminta". Die musste ich natürlich sofort zum Anschauen auspacken, sie duftet herrlich frisch...und verlangt dringend nach Ausprobieren.
Danke Pünktchen, ich hab mich sehr gefreut!
Mittwoch, 16. Oktober 2013
Aus alt mach neu- Winterseife aufgearbeitet in Rahmentechnik
Im Moment widme ich mich verstärkt meiner Restekiste, ich mag einfach nichts wegwerfen. Darin befanden sich bis vor einigen Tagen noch einige Stücke einer sehr unansehnlichen, verzogenen und stark mit Sodaasche behafteten Seife, für die ich bisher keine richtig gute Idee hatte, wie ich sie umgestalten könnte. Bis ich auf den Gedanken kam, daß die "Rahmenseifen"-Technik, die Sonja kürzlich im Seifentreff-Forum zeigte, doch auch super für eine Aufarbeitung zu nutzen wäre:
In der Mitte habe ich dieses Mal mit Glitter-Mica gestempelt. Die ehemals Ungeliebte besteht aus einem "gepimpten" Grundrezept, also Rapsöl, Oliveöl, Palmöl und Kokosöl zu je 20%, Mandelöl 10%, 7% Sheabutter und 3% Rizinusöl. Beduftet ist sie mit Carena, für mich ein winterlicher Duft.
Während ich auf die einzelnen Rahmenschichten wartete, habe ich mir mit ein paar Förmchenseifen die Zeit vertrieben:
Und hier noch das Rezept für den Rahmen und die Förmchenseifen: je 28% Distel HO, Kokos und Rindertalg, 12% Sojaöl und 4% Rizinusöl. Es läßt sich sehr schön verarbeiten, wird relativ schnell fest und gibt eine ganz tolle seidig-glatte Haptik.
In der Mitte habe ich dieses Mal mit Glitter-Mica gestempelt. Die ehemals Ungeliebte besteht aus einem "gepimpten" Grundrezept, also Rapsöl, Oliveöl, Palmöl und Kokosöl zu je 20%, Mandelöl 10%, 7% Sheabutter und 3% Rizinusöl. Beduftet ist sie mit Carena, für mich ein winterlicher Duft.
Während ich auf die einzelnen Rahmenschichten wartete, habe ich mir mit ein paar Förmchenseifen die Zeit vertrieben:
Und hier noch das Rezept für den Rahmen und die Förmchenseifen: je 28% Distel HO, Kokos und Rindertalg, 12% Sojaöl und 4% Rizinusöl. Es läßt sich sehr schön verarbeiten, wird relativ schnell fest und gibt eine ganz tolle seidig-glatte Haptik.
Dienstag, 8. Oktober 2013
Anti-Erkältungs-Drachen, neu frisiert
Vorletzte Woche habe ich eine Seife gesiedet, die ich mit einer sogenannten "4-Diebe"-ÄÖ-Mischung beduftet habe. Hände waschen ist ja während der nun folgenden Erkältungszeit die beste Vorbeugung, daher habe ich das Rezept extra mit sehr pflegenden Ölen gestaltet und die Beduftung soll als zusätzlicher "Bakterienkiller" fungieren.
Da ich nicht so viel von den wertvollen ÄÖ verbrauchen wollte, hatte ich meinen Seifenleim dieses Mal als OHP verarbeitet, das Topping habe ich gleich hinterher als CP draufgesetzt. Leider war es mir total mißlungen, sehr grob und bröselig:
Da ich nicht so viel von den wertvollen ÄÖ verbrauchen wollte, hatte ich meinen Seifenleim dieses Mal als OHP verarbeitet, das Topping habe ich gleich hinterher als CP draufgesetzt. Leider war es mir total mißlungen, sehr grob und bröselig:
Also weg damit und fix ein neues Topping drauf! So sehen die Seifen jetzt aus (inzwischen ordentlich nachgedunkelt):
Und so habe ich es gemacht:
1. Die Oberkante gründlich auf eine Muskatreibe gedrückt, damit sie "Grip" bekommt, zusätzlich habe ich noch ein paar Mal mit einer Stecknadel hineingestochen.
2. Die Seifenstücke in einer Blockform ganz eng zusammengestellt, am Rand der Blockform habe ich Markierungen gemacht, damit ich weiß, wo die Stücke anfangen und aufhören :-)
3. Oberfläche fein und gründlich mit kaltem Wasser eingesprüht (Wäschesprüher)
4. Eine neue CP vorbereitet und mit etwas TiO und Pflanzenkohle gefärbt
5. Seifenleime mit Schlagsahnekonsistenz mit einem sehr kleinen Löffel abwechselnd mit Fingerspitzengefühl aufgetragen, damit nichts zwischen die Seiten gerät.
6. Nach dem Festwerden die Seifenstücke vorsichtig mit einem spitzen Messer getrennt. Einen Tag später die Übergänge mit dem Hobel glätten und fertig ist die neue Optik!
Es hält wirklich bombenfest!
Und hier noch das Rezept für die Seife inklusive 4-Diebe-Mischung:
50% Olivenöl
25% Kokosöl
20% Sheabutter
5% Rizinusöl
ÜF: 8%
"Vier-Diebe-Öl-Mischung" (übernommen aus einem Rezept von Soaping 101):
34% Nelkenblütenöl
30% Zitronenöl
16% Eukalyptusöl
8% Rosmarinöl
davon hatte ich 16g auf 400g GFM
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